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AL-Anon Familiengruppen Interessengemeinschaft Köln (Hg.) AL-Anon Familiengruppen Interessengemeinschaft Köln (Hrsg.Antikbuch24-SchnellhilfeHrsg. = Herausgeber) Leben mit einem Alkoholiker 1979 Softcover "altersbedingt guter bis befrieidgender Zustand; Einband abgegriffen; die letzten sechs Seiten beschädigt; " 169 14x20
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Bestell-Nr.: 200631806 - gefunden im Sachgebiet: Sachbücher - Sonstiges
Anbieter: Buchversand ralfs-buecherkiste.de, DE-15378 Herzfelde bei Berlin
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Miteinander im Gespräch bleiben : Arbeitshilfen für Familiengruppen u. Gesprächskreise. Arbeitshilfen für Familiengruppen und Gesprächskreise 1. Aufl.

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Siegers, Conrad M: Miteinander im Gespräch bleiben : Arbeitshilfen für Familiengruppen u. Gesprächskreise. Arbeitshilfen für Familiengruppen und Gesprächskreise 1. Aufl. Düsseldorf : Patmos-Verlag, 1984. 135 S. : Ill., graph. Darst. 23cm, Broschiert, Softcover/Paperback ISBN: 9783491721333 Buchschnitt verschmutzt.Einband mit Gebrauchsspuren.
[SW: Gruppenarbeit ; Katholische Familienarbeit ; Kirchliche Familienarbeit ; Gruppenarbeit, Christliche Religion, Soziologie, Gesellschaft]
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Bestell-Nr.: 10603 - gefunden im Sachgebiet: Religion
Anbieter: RuachAntik, AT-9020 Klagenfurt

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Al-Anon Familiengruppen Interessengemeinschaft e. V. (Hrsg.): Al-Anon Familiengruppen (früher: "Leben mit einem Alkoholiker") Essen: Al-Anon, 1991. 6. überarbeitete Auflage 161 S.; 21 x 14,5 cm; kart.Antikbuch24-Schnellhilfekart. = kartoniert Zustand: *10* In unserer Fundgrube werden kleinere Mängel des Titels nicht explizit aufgeführt. Der Zustand ist an das Schulnotensystem angelehnt: 15-13: (fast) wie neu; 12-10: sehr gut; 9-7: gut; 6-4: ausreichend Bitte zögern Sie nicht, mich bei Fragen zu diesem Angebot zu kontaktieren. Gerne schicke ich Ihnen zur Illustration auch Bilder dieses Titels.
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Bestell-Nr.: 30874 - gefunden im Sachgebiet: FUNDGRUBE
Anbieter: Quickmedia, DE-91710 Gunzenhausen

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Neue Kreise Anregungen und Arbeitsmaterial für Familiengruppen

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Felicitas, Betz: Neue Kreise Anregungen und Arbeitsmaterial für Familiengruppen Pfeiffer, 1968. Taschenbuch sehr guter Zustand 275
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Bestell-Nr.: 42481 - gefunden im Sachgebiet: Religionen
Anbieter: AMAHOFF - Online Antiquariat, DE-90574 Roßtal

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Miteinander im Gespräch bleiben : Arbeitshilfen für Familiengruppen u. Gesprächskreise. 1. Aufl., Erstauflage, EA

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Siegers, Conrad M.: Miteinander im Gespräch bleiben : Arbeitshilfen für Familiengruppen u. Gesprächskreise. 1. Aufl., Erstauflage, EA Düsseldorf : Patmos-Verlag, 1984. 135 S. : Ill., graph. Darst. ; 23 cm gr. 8ºAntikbuch24-Schnellhilfegroß Oktav = Höhe des Buchrücken 22,5-25 cm, kartoniert ISBN: 3491721334 guter ZUstand
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Bestell-Nr.: 248136 - gefunden im Sachgebiet: Psychologie
Anbieter: Antiquariat Buchseite, AT-1050 Wien
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Betz, Felicitas, Neue Kreise, Anregungen und Arbeitsmaterial für Familiengruppen, München, Pfeiffer, 1968. 2., erw. Aufl. kl. Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm, 183 S., kart.Antikbuch24-Schnellhilfekart. = kartoniert, Pfeiffer-Werkbücher ; Nr 53 Schnitt, Einband u. Seiten altersbedingt angegilbt, sonst gut erhalten,
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Bestell-Nr.: 9885BB - gefunden im Sachgebiet: Varia
Anbieter: Grammat , DE-15377 Ihlow-Oberbarnim

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Fernsehen in der Familie : Auswirkungen der Programmerweiterung auf den Mediengebrauch.

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Hurrelmann, Bettina: Fernsehen in der Familie : Auswirkungen der Programmerweiterung auf den Mediengebrauch. Weinheim ; München : Juventa-Verl., 1989. 200 S., kart.Antikbuch24-Schnellhilfekart. = kartoniert 21 cm , Softcover / Paperback, ISBN: 9783779906933 Zustand: Exemplar in gutem Zustand, Aufkleber auf Titelblatt, Ränder und / oder Cover etwas berieben. Medien sind zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Lebensumwelt von Familien geworden. Dabei erweist sich im Ensemble der alten und neuen Medien das Fernsehen als "Familien-Focus" im Mediengebrauch. Die Untersuchung, über die hier berichtet wird, zeigt, welche sozialen Prozesse sich mit dem Fernsehen im Familienalltag verbinden, welche Familienvoraussetzungen Einfluß auf die kulturelle Tätigkeit "Fernsehen" haben, welche Wirkungen umgekehrt vom Fernsehen auf die Interaktion in der Familie ausgehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung die Programmvermehrung des Fernsehens für die Familien hat. Sie wird über den Vergleich zweier Familiengruppen diskutiert: Die eine besteht aus Familien, die am Dortmunder Kabelpilotprojekt teilnehmen und über 20 Fernsehprogramme empfangen können - die andere aus Nicht-Teilnehmern, die nur über die herkömmlichen öffentlich-rechtlichen Programme verfügen. Ausführliche Fallstudien über ausgewählte Teilnehmerfamilien ergänzen die quantitativen Befunde. So werden Entwicklungen abschätzbar, die sich langfristig mit der Erweiterung des Medienangebotes verbinden und die schon jetzt eine Verschärfung sozialer und kultureller Unterschiede erkennen lassen. 17171A ISBN 9783779906933
[SW: Bettina Hurrelmann, Fernsehen in der Familie, Programmerweiterung, Mediengebrauch, Medien, Fernsehen ; Familie, Publizistik, Soziologie, Gesellschaft]
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Bestell-Nr.: 46635 - gefunden im Sachgebiet: Medien & Buchwesen / Kommunikationswissenschaft
Anbieter: Antiquariat Peda, DE-06188 Landsberg/OT Hohenthurm

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Gesammelte Schriften J. H. Wichens. Gesammelte Schriften J. H. Wichens. I. Band: Briefe udn Tagebuchblätter; II. Band: Briefe und Tagebuchblätter; Prinzipielles zur Inneren Mission. Die wichtigsten Aufsätze, Vorträge und Abhandlungen über Fragen und Aufgabe der Inneren Mission von Johann Hinrich Wichern. Herausgegeben von Pastor Friedrich Mahling (Vorsteher der Hamburger Stadtmission); IV Band: Zur Gefängnis-Reform. Reden, Denkschriften und Gutachten über das Gefängniswesen, speziell die Durchführung der Einzelhaft in Preusen von Johann Hinrich Wichern; V Band: Zur Erziehungs- und Rettungshausarbeit. Aufsätze, Berichte und Tagebuchblätter, Das Rauhe Haus, nebst Anhang; VI. Band: Zur Erziehungs- und Rettungshausarbeit. Aufsätze, Berichte udn Tagebuchblätter. Aufsätze über Rettungsanstalten aus dem Jahre 1833, Rettungsanstalten für Kinder im deutschen Sprachgebiet. Erste Auflage, sechs Bände

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Religion - Wichern, Johann Hinrich : Gesammelte Schriften J. H. Wichens. Gesammelte Schriften J. H. Wichens. I. Band: Briefe udn Tagebuchblätter; II. Band: Briefe und Tagebuchblätter; Prinzipielles zur Inneren Mission. Die wichtigsten Aufsätze, Vorträge und Abhandlungen über Fragen und Aufgabe der Inneren Mission von Johann Hinrich Wichern. Herausgegeben von Pastor Friedrich Mahling (Vorsteher der Hamburger Stadtmission); IV Band: Zur Gefängnis-Reform. Reden, Denkschriften und Gutachten über das Gefängniswesen, speziell die Durchführung der Einzelhaft in Preusen von Johann Hinrich Wichern; V Band: Zur Erziehungs- und Rettungshausarbeit. Aufsätze, Berichte und Tagebuchblätter, Das Rauhe Haus, nebst Anhang; VI. Band: Zur Erziehungs- und Rettungshausarbeit. Aufsätze, Berichte udn Tagebuchblätter. Aufsätze über Rettungsanstalten aus dem Jahre 1833, Rettungsanstalten für Kinder im deutschen Sprachgebiet. Erste Auflage, sechs Bände Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 1901 bis 1908. 459+508+1275+491+569+267 Seiten : 8 Oktav (18,5-22,5 cm), Leinen, gebundene Ausgabe, Marmorschnitt : Johann Hinrich Wichern (geb. 21. April 1808 in Hamburg; gest. 7. April 1881 ebenda) war ein deutscher Theologe, Sozialpädagoge, Begründer der Inneren Mission der Evangelischen Kirche, des Rauhen Hauses in Hamburg und Gefängnisreformer. Er gilt als einer der Begründer der deutschen Rettungshausbewegung, die bereits auch bei Johann Daniel Falk Gestalt gewinnt. Das Erziehungskonzept bei Johann Hinrich Wichern Der genaue Inhalt und die Bedeutung dieses "Guten" des christlichen Glaubens, wie Wichern ihn verstand, wird explizit bei einer näheren Betrachtung seines Erziehungskonzepts. Entscheidend hierfür ist die theologische Entwicklung Wicherns, diese war geprägt von einem "Wiedergeburtserlebnis", das ihn zu einem überzeugten Vertreter der gerade erstarkenden evangelischen Erweckungsbewegung machte. Dieses Erlebnis wurde zu einem bestimmenden Moment seiner Erziehungskonzeption und eben derer Inhalte. Denn immer ging es Wichern, und hier unterschied er sich zumindest auf der sprachlichen Ebene nicht von August Hermann Francke, darum, den gottfernen Eigenwillen - die "verderbte Natur", den "alten Adam" - in den Kindern und Jugendlichen zu brechen und sie einem neuen Leben zuzuführen.[5] Von der ersten Anstellung nach dem Studium an bemühte sich Wichern um Kontakte zu solchen wohlhabenden Familien der Hamburger Oberschicht, die ihn aus ihrer christlichen Glaubensmotivation heraus unterstützen konnten. Mit deren Hilfe gelang Wichern bereits ein Jahr später, 1833, er war jetzt 25 Jahre alt, die Gründung des Rauhen Hauses. Von Anfang an lag es in seinem Interesse, seine Einrichtung möglichst unabhängig von staatlichen Einflüssen, also von Zuschüssen, zu wissen. Umso mehr gelang es ihm, seiner eigenen Überzeugung treu zu bleiben und seine Anliegen zu verwirklichen. 1839 erweiterte Wichern das Rauhe Haus um das "Brüderhaus" als Ausbildungsstätte für den Ev. Verein der "Inneren Mission", damit auch zugleich um die erste, und um eine bis heute bestehende, sozialpädagogische Ausbildungsstätte in Deutschland. Wichern und die Menschen, für die er sorgen wollte In erster Linie stand für Wichern fest, und das wird weiter unten noch erweitert belegt, dass das "innere Verderben die Ursache auch des äußeren Verderbens ist". Die Hauptursache für die Armut lag nach Wichern daher im "immer zunehmenden Sittenverderben des Volks, das einzig und allein aus der herrschenden Irreligösität, der Verachtung des wahren Christentums und dem gottlosen Unglauben entsteht". Von seinen christlichen, biblisch begründeten Vorstellungen von Ehe und Familie her urteilend sah Wichern denn auch in den zerrütteten Familienverhältnissen des Proletariats eine Ursache des Verderbens. "Aus diesen Familienverhältnissen (die Eltern haben oft keine Hausstände) geht zuallermeist das Geschlecht der sogenannten verwahrlosten Kinder, deren Zahl sich zu immer mehreren Tausenden steigert, hervor, hier ist die Pflanzschule des faulenden Proletariats, in dessen Behausung zugleich die weibliche Prostitution ihre erste Pflege, die Summe aller Laster und unbändiger Lust ihren Sammelplatz und das zahlreiche Verbrechen seine unmittelbare Vorschule findet." Wichern spricht in der Folge konsequenterweise von der "Entartung der untern Volksklassen". Der Erklärungsansatz für Armut bei Wichern ist also individualisierend: der Einzelne ist verantwortlich für das, was er aus seiner Lage macht. Und andererseits moralisierend: denn wenngleich arm sein an sich noch keine Sünde ist, so ist es doch moralisch verwerflich, sich in dieser Armut auch noch gänzlich sittenwidrig zu benehmen. Dieser Sittenwidrigkeit wollte Wichern mit seinem Rauhen Haus begegnen. Während Wichern also einerseits im Hinblick auf die soziale Frage den einzelnen verantwortlich machte und seine Kräfte mobilisieren wollte, sah er je länger je mehr auch die Verantwortung der Politik. Er forderte nachdrücklich die "Besserung der politischen Gesetzgebung und der Fürsorge des Staates für die sozialen Verhältnisse des Volkslebens als wesentliche Voraussetzung" für ein erfolgreiches Wirken der Inneren Mission (1847). Er verlangte ein Eingreifen des Staates in die sozialen Verhältnisse: "Hier eröffnet sich das ganze Gebiet der großen staatswirtschaftlichen Fragen, die sich auf geistige und ökonomische Verhältnisse der Bevölkerung beziehen". Er forderte die Untersuchung der Ursachen der Massennot und Vorschläge zur Beseitigung der Probleme ein. Die einzelnen Elemente seines Erziehungskonzepts Die Begrüßung Jedem neuen Kind sagte Wichern zu Beginn: "Mein Kind, dir ist alles vergeben. Sieh um dich her, in was für ein Haus du aufgenommen bist. Hier ist keine Mauer, kein Graben, kein Riegel, nur mit einer schweren Kette binden wir dich hier, du magst wollen oder nicht, du magst sie zerreißen, wenn du kannst, diese heißt Liebe und ihr Maß ist Geduld. Das bieten wir dir, und was wir fordern, ist zugleich das, wozu wir dir verhelfen wollen, nämlich, dass du deinen Sinn änderst und fortan dankbare Liebe übest gegen Gott und den Menschen!" Dieser Begrüßungssatz und die anschließende "Reinigung des Knaben", welche der "notwendigen gänzlichen Umkleidung" vorausging, erinnert sowohl an ein Aufnahmeritual in einem Kloster, als auch an ein christliches Taufritual und muss als Ausdruck der religiösen Zielsetzungen Wicherns verstanden werden, der sein Wiedergeburtserlebnis (Tod der alten und Geburt einer neuen Identität) mit seinen Zöglingen zu teilen hoffte. Das Noviziat Die individuelle Entwicklung nimmt ihren Ausgang unter "quarantäneähnlichen" Bedingungen. Alle Neuzugänge mussten als erstes, abgeschottet von allen anderen, das Noviziat durchlaufen. Eine Einrichtung in der Wichern sich in aller Ruhe des Zöglings und seiner Problematik annehmen konnte. Ein Ort erster anamnestischer und diagnostischer Bemühungen. Die Bedingungen des Noviziats waren nach Wichern nötig um, so Wichern selbst: "sittliche Ansteckungen" zu vermeiden. Das Familienprinzip Die Familien waren das Zentrum des Anspruchs der Förderung von Individualität. Das macht folgendes Zitat deutlich, in dem Wichern zuvor von der Notwendigkeit kleiner Gruppen spricht: "Wenn diese kleineren Kreise in der Hausordnung nicht etwa als Schul- oder Sittenklassen oder Kompanien oder als Arbeitsgruppen bezeichnet, sondern Familien genannt worden sind, so liegt dem wiederum die Überzeugung zu Grunde, dass das Eigentümliche der Familie, soweit dieselbe überhaupt nachgebildet werden kann, gerade darin besteht, dass in ihr … zugleich das individuelle und individuellste Leben … zu seinem vollen Rechte und jedes einzelne Glied der Familie … zu dem vollen Rechte einer persönlichsten, liebenden, fürsorgenden Pflege des inneren und äußeren Lebens gelangen muß." Eine Familiengruppe bestand aus dem Erzieher, dem sogenannten Familienvorsteher und maximal zwölf Zöglingen. Insgesamt wurden im Rauhen Haus nicht mehr als zehn Familiengruppen und 120 Zöglinge untergebracht. Nur unter diesen Bedingungen konnte sich die besonders effiziente Kontrolle herstellen, die Wichern selbst wie folgt beschreibt: "In einem solchen kleineren leicht und vollständig übersehbaren Kinderkreise muss es, wenn auch mit dem Aufgebot aller Kräfte, möglich zu machen sein, jene individualisierende Liebespflege über alle im Haus befindlichen Kinder gleichmäßig auszubreiten und namentlich auch über ein neu aufgenommenes Kind jene geforderte unerläßlich feine, zarte Führung und Beaufsichtigung zur Ausführung zu bringen". Gemäß bürgerlicher Familienvorstellungen, auf denen Wichern sein Erziehungskonzept aufbaute, war ihm die Trennung der Familien voneinander sehr wichtig. Daher durfte das Rauhe Haus auch nicht wie bei einer Kaserne oder anderen Fürsorgeeinrichtungen seiner Zeit ein einzelnes großes Haus sein. Wichern wünschte sich vielmehr viele kleine einfache Wohnhäuser: "Die einzelnen Häuser sind durch kleine Lustgärten, die den Kindern zur Freude dienen sollen, getrennt … Es ist … der größte sittliche Gewinn, welcher teils für die Anstalt, teils für die einzelnen Kinder aus dieser Anlage erwachsen muss, nicht zu verschweigen … die Kinder (bleiben) nun auch mehr in ihren natürlichen Verhältnissen, und das Familienbewusstsein kann auf diese Weise leichter in ihnen erhalten und durchweg in Reinheit wieder in ihnen geadelt werden". Berichtswesen Wichern führte 1839 einen standardisierten Aufsichtsbericht ein, der 44 von den Erziehern auszufüllende Unterabschnitte enthielt. Jeder Unterabschnitt wies auf die Möglichkeit einer besonderen, zu verhindernden Unordnung hin. Diese Daten waren sowohl geeignet, Auskunft über die spezifische Gruppenstruktur jeder einzelnen Familie bzw. Arbeitsgruppe zu geben, als auch über die individuellen Fort- und Rückschritte sämtlicher Zöglinge und Erzieher in Hinblick auf die Internalisierung bürgerlicher Normen und Werte. Das Wochengespräch Diese im Laufe der Woche erhobenen Daten wurden zu einem Gegenstand der den Familien zur Pflicht gemachten so genannten Wochengespräche. Hier fand ein pädagogischer Dialog statt. Es war Ziel dieser Gespräche, sowohl nebensächlichste Begebenheiten und unscheinbarste Vergehen, als auch verborgenste Absichten und heimlichste Begehren der Zöglinge in ein ungezwungenes pädagogisches Gespräch zu verwandeln, und damit in die Verfügungs- und Definitionsgewalt des Erziehers zu bringen. Vor allem wurde in den Wochengesprächen in "Erwägung des innern sittlichen Standes und Ganges der Familien" unter Leitung des Familienvorstehers: "Alles dasjenige, was diese 12 unter sich erlebt haben, zur Sprache gebracht. Wichtiges und Unwichtiges, Inneres und Äußeres, Erfahrungen bei der Arbeit wie beim Unterricht, Wünsche und Bitten, Gegenwärtiges und Zukünftiges, Hoffnungen und Befürchtungen. Erlebnisse untereinander und mit den Erwachsenen werden hier in bunter Reihe von den Kindern selbst zur Sprache gebracht. Selbstanklagen, Bekenntnisse, Schlichtung von Streitigkeiten, Untersuchungen über Recht und Unrecht bringen alles ans Licht, was bis dahin verborgen gewesen. Der Standpunkt jedes einzelnen wird dabei von selbst offenbar."[15] Blieben die Arbeitszeugnisse einzelner Familienmitglieder hinter den gestellten Anforderungen zurück, wurde in den Familiengruppen des Rauhen Hauses ein über das erzwungene Konkurrenzverhältnis vermittelter Kontroll- und Disziplinierungsmechanismus wirksam. Wichern schrieb hierzu: "Es wird nämlich von der Familie als eine große Schande angesehen, wenn eines ihrer Mitglieder zu den Nichtfleißigen gehört, und von den Kindern, die zu einer Familie gehören, wird unabhängig von aller Einwirkung der Gehülfen, ALLES aufgeboten, und den etwa nur mittelmäßig Fleißigen oder gar den Faulen zum Fleiße zu bewegen. Sie befürchten so sehr die Befleckung des guten Namens ihrer besonderen Familie durch einen trägen Cameraden, dass zum Beispiel bei Übergabe eines neuen Knaben aus dem Noviziat in diese Familie ihm von der Familie mit der Verwarnung und Ermahnung, fleißig und arbeitsam zu sein, entgegen gekommen wird. Ein, namentlich wiederholter, Träger würde von den übrigen Familienmitgliedern wegen seiner Faulheit sehr oft Strafe erlitten haben, wenn nicht Erwachsene als Vermittler dazwischen getreten wären. Und dass es unter unsern Kindern zu einer Schande geworden ist, nicht arbeiten zu wollen, ist doch gewiss ein zu beachtendes Ergebnis der Organisation, und ist ein um so erfreulicheres, als es entschieden in der wechselseitigen Erziehung der Zöglinge wurzelt; denn von den Erwachsenen ist unmittelbar nicht im Mindesten darauf hingewirkt." Die gegenseitige Erziehung Die Hoffnung darauf, dass "vornehmlich auch die gegenseitige Erziehung der Kinder gefördert wird" war ausschlaggebend für Wicherns Interesse an der Förderung der familialen Beziehungskonstellationen der Kleingruppen im Rauhen Haus. Es war das Ziel Wicherns, dass "alles von allen und jeder von jedem beaufsichtigt wird". Arbeitserziehung im Rauhen Haus Gearbeitet wurde im Rauhen Haus folgendermaßen: Im Sommer belief sich die tägliche Arbeitszeit auf neuneinhalb und im Winter auf sechseinhalb Stunden. Dazu kamen tägliche Unterrichtszeiten von zwei bzw. drei Stunden. Dass die Arbeit gegenüber dem Unterricht so viel mehr Zeit in Anspruch nahm, lag nicht zuletzt darin begründet, dass Wichern um die ermüdende, und damit subversiven Kräften einhaltgebietende Funktion von mit Konkurrenz und Leistungsdruck einhergehender Arbeit wusste. Diesen Umstand beschreibt er folgendermaßen: "Die Arbeit wurde der erste Ableiter der rohen Kräfte und führte bei den meisten dahin, dass die rohen verwüstenden Kräfte in heilsame verwandelt wurden." Denn das Ziel war die Herstellung von "fleißigen, ehrenhaften, treuen, geschickten, stillen, gewissenhaften Arbeitern um das tägliche Brodt" Pro Tag wurde dort, in Anwesenheit der Zöglinge, zwei- bis dreimal eine Fleißnote für diesen festgestellt und festgehalten. Die Bewertung geschah in Form eines entweder gar nicht, einmal oder zweimal eingerissenen Zettels, auf dem Namen des Bewerteten und des die Benotung Erteilenden vermerkt wurde. Einmal eingerissen stand für fleißig, zweimal für mittelmäßig und dreimal durchgerissen für träge. Diese Maßnahme war gedacht um Täuschungsversuche von Seiten der Zöglinge zu vermeiden. Dieser Zettel musste in der Familie wieder abgegeben werden, in der sich dann die oben beschriebene Situation auftat. Der, der seinen Zettel verloren hatte, bekam nicht eher wieder etwas zu essen, "bis er das Verlorene wiedergeliefert hat(te), so dass nach keiner Stelle ein Ausweichen aus der Ordnung möglich" war. Der Erfolg dieser Maßnahmen blieb nicht aus, innerhalb von zehn Monaten wurden von 85 Zöglingen 43084 solche Arbeitszeugnisse ausgestellt. Diese sind aber nicht mehr vorhanden. Zum Verhältnis von Disziplinierung und Individualisierung in Wicherns Erziehungskonzept Unter Bezugnahme auf das Disziplinverständnis bei Michel Foucault und vor dem Hintergrund einer kritischen Theorie der Gesellschaft (vgl. Karl Marx, Heinz Steinert) notierte Roland Anhorn in seiner Dissertation eine entsprechende Analyse dieses pädagogischen Wirkens Wicherns. Dieses ist demnach ein wohlorganisiertes Handeln gewesen, das herrschende bürgerliche Verhältnisse "elegant" zu reproduzieren imstande gewesen war. Eine ähnliche Erörterung des Konzepts findet sich auch bei Ernst Köhler. Es war demnach die Besonderheit Wicherns, die Bedürfnisse des einzelnen Zöglings zum Dreh- und Angelpunkt seiner eigenen Disziplinierung gemacht zu haben, ihn also - auf Einsicht und Dialog bauend - nützlich gemacht zu haben für fremde Zwecke. Dieser Fähigkeit wegen kann er als einer der ersten modernen Sozialpädagogen bezeichnet werden. Modern in dem Sinne, als er, im Gegensatz beispielsweise zu Francke in Halle, nicht mehr auf körperliche Züchtigung als erstes Mittel zum Zwecke der Anpassung an herrschende gesellschaftliche Verhältnisse setzte (ohne dieses jedoch gänzlich auszuschließen), sondern eben auf das pädagogische Gespräch ("Wochengespräch") und die Einsicht der zu Erziehenden. Sein Konzept steht an der Nahtstelle von (auch brutaler) Fremddisziplinierung bei eben zum Beispiel Francke, der von ihm geforderten Selbstdisziplinierung, hin zur Selbstbestimmung. Alles drei verweist aber auf das vom künftigen Bürger verlangte Funktionieren innerhalb der ihm vorgegebenen Verhältnisse. Als Funktionär derer ist er Herr seines Willens. Das wusste auch Wichern: "Wir schmieden unsere Ketten von inwendig und verschmähen die, so man von außen anlegt". Selbstdisziplinierung statt Schläge, bei absoluter Beibehaltung der Ziele - das kann demnach als das pädagogische Credo Wicherns gelten. Als "Interventionslegitimation" dienten Wichern zahlreiche seine Klientel degradierende Etiketten. Wichern beschrieb die Kinder, die ihm anvertraut werden sollten z. B. folgendermaßen: "Die Masse der Kinder ist der Pol des schlechten, des sittlich versunkenen, des verfaulten Lebens in der Christenheit, die verwilderte Sündenmasse, welche der Rettung bedürftig ist, ohne sie als notwendig erkannt zu haben." Und auch über das, was er mit diesen "Verfaulten Leben" vorhatte, und in wessen Interesse das geschah, machte er deutliche Aussagen: "Die Anstalt trachtet danach, dem Wohle des Staates in Umbildung solcher Personen, welche ihm ohne diese Hilfe wie einen Krebsschaden würden eingewohnt haben, förderlich zu sein, ohne ihm je lästig zu wollen". Zwar wurden den Kindern, im Gegensatz zu den üblichen damaligen Praktiken (Kaffee sortieren, Pferdehaar zupfen …) in anderen ähnlichen Einrichtungen, eine Ausbildung (zumeist als Bauer oder in einem Handwerk) angeboten, aber die Ordnung selbst, innerhalb dessen das geschah, stand für Wichern niemals zur Debatte. Diese galt vielmehr immer schon als die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche "Wiedergeburt der Kinder in Christi Namen". Mögliche Widersprüche von Seiten der Kinder, sei es, dass sie sich auf den Zehn-Stunden-Tag, auf das Herausgerissen werden aus den bisherigen sozialen Beziehungen, auf das ihnen bevorstehende "Schicksal" als Unterschichts-Bürger bezogen hätten, konnte Wichern demnach nicht zulassen. Die "Freiheit" und "Schönheit", in der seine "krebsschadengleichen" Zöglinge aufgrund seiner Erziehung aufwuchsen, relativiert sich von einem solchen Hintergrund. Wichern ist nicht bloß Schöpfer eines auch humaneren und freundlicheren Erziehungskonzeptes. Er ist auch ein Pionier in Hinblick auf die Erfindung von, in aktueller Pädagogik nach wie vor angewendeten, Techniken für eine subtilere Disziplinierung von Mitgliedern nachwachsender Generationen. (quelle:wikipedia) : Schöne Exemplare, Ecken und Kanten altersbedingt sehr leicht berieben, ansonsten sehr saubere, gerne senden wir Ihnen weitere Fotos und Informationen : der Gesamteindruck dieses Buches ist GEBRAUCHT : SEHR GUT - Bitte beachten Sie, dass es sich um gebrauchte Bücher handelt. Bei den Preisen haben wir den Zustand des Buches berücksichtig. Gebrauchte Bücher sind vom Umtausch ausgeschlossen.
[SW: Eine Biografie, eingedeutscht von Biographie (bio = Leben, grafi = "ritzen, malen, schreiben") ist die Lebensbeschreibung einer Person. Die Biografie ist die mündliche oder schriftliche Präsentation des Lebenslaufes eines anderen Menschen. Person des evangelischen Namenkalenders Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Lutherischer Theologe (19. Jahrhundert) Person (Diakonie) Person des Christentums (Hamburg) Person der sozialen Arbeit Gründer einer christlichen Organisation Sachbuchautor (Pädagogik und Psychologie) Evangelist Deutscher Johann Hinrich Wichern Geboren 1808 Gestorben 1881 Mann]
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Anbieter: Theologica, DE-74582 Gerabronn

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