Erweiterte Suche
Mein Konto    Warenkorb
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.  

Suchergebnisse der Detailsuche

Kosten anzeigen für:

Es wurden insgesamt 429 Artikel gefunden. Artikel 421 bis 429 werden dargestellt.


Schukschin, Wassili:  Ich kam euch die Freiheit zu bringen. Historischer Roman.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Schukschin, Wassili: Ich kam euch die Freiheit zu bringen. Historischer Roman. Berlin : Verlag Volk und Welt, 1980. 2. Aufl. 493 S. Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm , Leinen mit Schutzumschlag , Gutes Exemplar mit geringen Gebrauchsspuren, Schutzumschlag mit leichten Randläsuren Übersetzungen u. Nachdichtungen v. Thomas Reschke. Mit einem Nachwort v. Lola Richter. ; Inhalt: Inhalt: Die freien Kosaken, Rächt euch, Brüder! Die Hinrichtung, Nachwort, Worterklärungen. ; "Auf einem Eiland im Wolgadelta ruht das Heer des Atamans Stenka Rasin von den Strapazen eines zweijährigen Raubzugs nach Persien aus. Mit Beute überreich beladen, haben die Kosaken nur einen Wunsch - heimzukehren an den Don, zu ihren Familien. Und es gelingt Stenka Rasin mit List und Klugheit und Bestechung, die geschlossene Stadt Astrachan zu passieren und mit "Waffen und Beute den heimatlichen Don zu erreichen, was die Strelitzen des Zaren eigentlich verhindern sollten. Gleichwohl läßt er sein Heer nicht auseinandergehen, denn er hat Pläne: Im nächsten Frühjahr will er eine Volkserhebung gegen die verhaßten Bojaren auslösen, in denen er die Schuldigen an dem verbreiteten Elend sieht (und an dem Galgentod seines Bruders); er will dem Volke die Freiheit bringen... Die historische Gestalt des Atamans Stenka Rasin, der noch heute in Volksliedern besungen wird, ist dem deutschen Leser bereits aus den Romanen von Slobin und Tschapygin bekannt. Schukschin versucht die komplizierte Persönlichkeit Rasins und seine Bedeutung für die russische Geschichte neu zu deuten. Der militärisch und staatsmännisch hochbegabte, geistig und seelisch rege und feinfühlige Kraftkerl wird auf seinem Wege immer wieder zurückgeworfen durch die andere Seite seines Wesens: Unbeherrschtheit und Grausamkeit, Ehrgeiz und Machtgier, ungebändigte Leidenschaften und Trunksucht. Die Gestaltung seiner Person, seiner Zeitgenossen und seiner Zeit gerät Schukschin zu einem Sittenbild Rußlands im 17. Jahrhundert von großer künstlerischer Eindringlichkeit, die den Roman zu einem unvergeßlichen Leseerlebnis macht." ; "Wassili Schukschin, 1929 im Altai als Bauern -söhn geboren, ging nach Schlosserarbeit und Flottendienst ans Moskauer Institut für Filmkunst, wo er bei M. Komm Regie studierte. 1959 wurden erste Erzählungen gedruckt, bald danach erste Filme preisgekrönt. In der DDR wurden vor allem seine Filme „Kaiina Kras-naja" (als Novelle in „Verwandlungen") und „Reisebekanntschaften" gezeigt. Außer als Regisseur hat sich Schukschin auch als Filmschauspieler einen Namen gemacht. Seine vielen Erzählungen, Novellen, Filmszenarien und der vorliegende Roman weisen ihn überdies als hochtalentierten Prosaautor aus. In der DDR erschienen bisher „Bis zum drittenmal der Hahn kräht" und ein Erzählungsbändchen in der Novitätenkassette sowie der Band „Kuk-kuckstränen". 1979 erscheint eine große zweibändige Ausgabe seiner Erzählungen unter dem Titel „Gespräche bei hellem Mondschein". Schukschin, der immer wieder den „kleinen Mann aus dem Volk" künstlerisch gestaltete, starb fünfundvierzigjährig bei Dreharbeiten zu dem Film „Sie kämpften für die Heimat"."
[SW: Belletristik]
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 33301 - gefunden im Sachgebiet: Literatur
Anbieter: Antiquariat Liberarius Frank Wechsler, DE-19230 Hagenow
Versandkostenfrei nach Deutschland (Land-/Seeweg) ab EUR 60,00 Bestellwert bei diesem Anbieter.

EUR 5,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 2,80
Lieferzeit: 1 - 7 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Bohleber, Werner (Hrsg.). Psyche. 54. Jahrgang. Kompletter Jahrgang 2000. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Aus dem Inhalt: Band 1 (ISBN 3608972110): Katherine Stroczan: Die Anatomiestunde Francis Bacons; Ulrich Moser: Poesie und Traum; Joachim Küchenhoff: Selbstfürsorge und Identität in Moby Dick; Wolfgang Mertens: the Psychoanalytic Quarterly. // Band 2 (ISBN 3608972129): Riccardo Steiner: Jones´ Freud-Biographie; Martin Altmeyer: Narzißmus, Inersubjektivität und Anerkennung. // Band 3 (ISBN 3608972137): Karola Brede: Die Walser-Bubis-Debatte; Margarete Mitscherlich-Nielsen: Schweigen, Wegdenken oder Trauer um die Opfer unserer politischen Vergangenheit; Riccardo Steiner: Jones´ Freud-Biographie. // Band 4 (ISBN 3608972145): Rolf Klüwer: Fokus-Fokaltherapie-Fokalkonferenz; Eva S. Poluda: Das Bild der lesbischen Frau in der Psychoanalyse; Dieter Flader: Metaphern in Freuds Theorien. // Band 5 (ISBN 3608972153): Jean Bollack: Wahngänge; Rolf Vogt: Frankfurt-September. Die kultur-psychoanalytische Interpretation eines Gedichts von Paul Celan; Gunzelin Schmid Noerr: Symbolik des latenten Sinns. // Band 6 (ISBN 3608972161): H. Jochen Eichinger: Zur Spezifitätshypothese: Über die Behandlung eines Neurodermitis-Kranken; Agnes Ebi: Der ungeliebte Suchtpatient. Zur Behandlung Alkoholsüchtiger; Johannes Kipp und Hans-Jürgen Stolzenburg: Stimmungsmodulation und die Psychodynamik der Manie. // Band 7 (ISBN 360897217X): Angela Moré: Überlegungen zur Theorie des Unbeswußten bei Chasseguet-Smirgel; Franz Peter Plenker: Zur Konzetion der negativen therapeutischen Reaktion bei Sigmund Freud und Joan Riviere; Elke Mühlleitner: Frauen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung 1902-1938; Michael Schröter und Ulrike May: Zeitschriftenschau: Zur Geschichte der Psychoanalyse. // Band 8 (ISBN 3608972188): Wolfgang Leuschner: Traumarbeit und Erinnern im Lichte von Dissoziierungs- und Reasssoziierungs-Operationen des Vorbewußten; Mark Freeman: Freuds Methode der Traumdeutung; Judith le Soldat: Der Strich des Apelles. Zwei homosexuelle Leidenschaften. // Band 9/10 (ISBN 3608972196): mit Beiträgen von: Werner Bohleber, Kurt Grünberg und anderen. // Band 11 (ISBN 360897220X): Axel Honneth: Objektbeziehungstheorie und postmoderne Identität; Eberhard Th. Haas: Opferritual und Behälter. Versuch der Rekonstruktion von Totem und Tabu; Michael Schröter: Psychoanalyse emigriert. Zu den Rundbriefen von Otto Fenichel; Mechthild Zeul: Film-Revue: Die Sonne, die uns täuscht von Nikita Mikhalkov. // Band 12 (ISBN 3608972218): André Green: Chiasmus: Hysterie und Grenzfälle; Josef Patloch: Freuds Traum vom Abortloch mit Kothäufchen; Martin Dannecker: Problem der männlichen homosexuellen Entwicklung; wolfgang Mertens: Zeitschriftenschau: JAPA, 4, 1999; Joachim F. Danckwardt: Buch-Essay: Traum ohne Ende. 11 Bände. Klett-Cotta. J.G. Cotta´sche Buchhandlung 2000. je ca. 100 Seiten Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm, Broschiert Die Bände sind überwiegend in ungelesenem Neuzustand. Gelegentliche Unterstreichungen, Lagerspuren oder kleinere Schäden können vorkommen. Bitte beachten Sie, dass es sich um gebrauchte Bücher handelt. Bei den Preisen haben wir den Zustand des Buches berücksichtigt.
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 25480 - gefunden im Sachgebiet: Psychologie
Anbieter: Theologica, DE-74582 Gerabronn

EUR 50,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 4,90
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Leitich, Ann Tizia:  Der Liebeskongreß. Eine Biographie der Liebe.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Leitich, Ann Tizia: Der Liebeskongreß. Eine Biographie der Liebe. Wien : Buchverlag Neues Österreich, 1950. 1. Aufl. S. 349 Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm (20 x 13 cm) , Leinen m. SU , Gutes Exemplar, SU m. leichten Randläsuren "Ein Buch, wie es nie geschrieben wurde und das geschrieben zu werden hoch an der Zeit war. Der Name Liebe wird viel eitel genannt, ohne daß wir uns Rechenschaft geben darüber, was das Wort in den Jahrhunderten europäischer Kultur bedeutet, was es an seelischen Werten geschaffen hat; wie sehr es die Einbildungskraft in Anspruch nahm. Denn trotzdem der Mensch von seinen Trieben immer hervorragend beherrscht wurde, hat er auch immer wieder leidenschaftlich versucht, darüber hinweg und hinaus zu kommen. Ann Tizia Leitich, die es in einer Reihe von erfolgreichen Büchern verstanden hat, den Leser den Reichtum der Kulturgeschichte in anregender Weise erleben zu lassen, gibt hier die spannende „Lebensgeschichte" der Liebe; nicht einer individuellen Liebe, sondern jener, wie sie sich — heute, gestern und vorgestern — in tausend Gestalten spiegelt. Obwohl wir in den Seiten dieses Buches durch alle Jahrhunderte gehen und uns darin ein Reichtum von Begegnungen gewährt wird, bleiben wir immer in der Gegenwart und werden dabei in die ganz moderne Herzensgeschichte zweier junger Leute verwickelt, die an dieser ganzen Schau intensiv beteiligt sind. Wie das möglich ist? Kommen Sie und nehmen Sie teil am Liebeskongreß in Verona, wo alle die Vergangenen in ihren verschiedenen Kostümen, Idealen und Leidenschaften, die Gegenwärtigen mit ihrem trotzigen Selbstbewußtsein und ihren modernen Vorurteilen einander treffen. Es ist das Geheimnis der Autorin, die Gestalten der Vergangenheit und ihre Impulse, während sie diesen die unumgänglich nötige historische Gerechtigkeit widerfahren läßt, von allem Staub, allen Schimmelkrusten der Zeitgebundenheit zu reinigen und sie in plastischer Frische vorzustellen, schimmernd überhaucht von jener leichten Ironie, die nicht aus kaltem Hohn, sondern aus der Wärme eines verstehenden Herzens quillt. Sie werden von Cleopatra und ähnlichen viel besprochenen Damen wenig hören, dagegen zum Beispiel von Seremonde und Vanessa oder von faszinierenden Männern wie Galeran und Sigismondo. Statt eines Romans werden Sie hundert Romane erleben, und die Verschiedenheiten der Spannungen, die zu jeder Zeit anders gelagert sind, werden Ihre Aufmerksamkeit buchstäblich von Kapitel zu Kapitel jagen. Derjenige, der mehr will, als durch ein Panorama menschlichen Lie-bens unterhalten zu werden, dem öffnen sich im Hintergrunde weite Perspektiven in die Geschichte der männlichen und weiblichen Sensibilität. Eine Frau, die Menschen in mehreren Kontinenten erlebt hat, langweilt den Leser hier nicht mit Erfahrungen, sondern gibt ihm da und dort einen Satz zum Nachdenken, so daß er, ob er will oder nicht, am Ende eine ganze Entwicklung der Liebe mitgemacht hat. Das Thema ist wichtig. Denn ist nicht die Liebe schließlich das einzige, das die Angst, die der Mensch vor dem Menschen hat, zu bewältigen imstande ist? Die ihn Heimat in einem anderen und damit in der Welt finden . läßt ? Und hat nicht die Liebe heute erneute und moderne Bedeutung gewonnen ? Sind wir doch dabei, den alten Satz, daß man Liebe in der Ehe lerne, auf den Kopf zu stellen und es einmal auf die umgekehrte Weise zu probieren: Die Liebe lehre uns die Ehe."
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 9333 - gefunden im Sachgebiet: Literatur
Anbieter: Antiquariat Liberarius Frank Wechsler, DE-19230 Hagenow
Versandkostenfrei nach Deutschland (Land-/Seeweg) ab EUR 60,00 Bestellwert bei diesem Anbieter.

EUR 6,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 2,00
Lieferzeit: 1 - 7 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Schreiber, Hermann:  Die Deutschen und der Osten. Das versunkene Jahrtausend.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Schreiber, Hermann: Die Deutschen und der Osten. Das versunkene Jahrtausend. Münchenm, Südwest-Verlag, 1984. 296 S. Antikbuch24-SchnellhilfeQuart = Höhe des Buchrücken 30-35 cm , Pappeinband , Schönes Exemplar ISBN: 9783517008486 Durchgehend bebildert. ; Inhalt: Vorwort - Eine große Wanderung und viele kleine, Die Flüsse und die Wälder: Die ältesten Völkerpfade - Bauern werden Piraten - Menschen als Ware - Was ist eine Stadt? - Die Slawen werden kriegerisch - Der Kaiser als Herr über Christen und Heiden - Eine Fremde aus edlem Geschlecht, Bischöfe und Grafen: Eine Lysistrata in Polen - Familienbande über die Fronten hinweg - Die Wälder schrumpfen - Die ersten Eisenhämmer - Flucht aus der Leibeigenschaft - Nach Osten, ins Ungewisse, Die heiligen und die unheiligen Könige: Die Piasten, oder: Bauern auf dem Thron - Arzt und Papst im Jahr 1000 - Fürst Gottschalk, gottes-fürchtig, aber unmäßig - Das flandrische Tuch bringt den Reichtum - Kriegsmann und Kirchenfürst: Wichmann von Magdeburg - Die Siedler und ihre Verträge, Ein umstrittener Kreuzzug: Bernhard, der ahnungslose Heilige - Albrecht der Bär und seine geheimen Hoffnungen - Jaxa von Köpenick, ein Slawenfürst, und viele Rätsel -Niklot, der Tyrann - Heinrich der Löwe und Friedrich Barbarossa, Heinrich der Löwe und Niklot, der Unbeugsame: Neubegründung des zerstörten Lübeck - Niklots Präventivschlag - Verrat, Blut und Leidenschaften - Von der Nützlichkeit unehelicher Nachkommenschaft - Germanisch-slawisches Heiligtum auf Rügen - Otto von Bamberg in Stettin, Auf dem Weg nach Berlin: Rentierjäger an der Spree - Deutsch-wendische Doppelstadt, geteilt bis 1709 - Stendal, Tangermünde, Werben: uralt, aber klein geblieben - Die Askanier und wen sie heiraten - Der Templerorden in Berlin - Der falsche Woldemar - Troja in Spandau, Schlesiens Ruf nach den Deutschen: Die fünfhundert Jahre der Vandalen an der Oder-Die heilige Hedwig und ihre Klöster - Mongolensturm und plötzliche Umkehr - Das mittelalterliche Breslau - Oppeln, die Stadt auf zwei Inseln - Fünf Herren einer kleinen Stadt-Die Weberdörfer in den schlesischen Wäldern, Mission mit dem Schwert: Das hohe Ziel und die üblen Taten - Wohin mit den überzähligen Söhnen? - Aus dem Pruzzen-land wird Preußen - Das Debakel von Tannenberg im Jahr 1410 - Königsberg, das Wunder einer Stadt - Das geheimnisvolle Truso - Elbing, oder: eine Meeresbucht wird zum See, Pommerland ist abgebrannt: Wo der Hunger zu Hause ist - Thomas Kantzow aus Stralsund - Der Riese Bogislaw - Universitäten in Rostock und Greifswald - Das Recht der Ersten Nacht in Mecklenburg? - Der Münzenfund von Voßberg - Wismar, oder: ein Seeräuberschlupfwinkel wird Hansestadt - Der letzte Herzog fand kein Grab, Ein großer Bischof und viele Bürger: Die Preußenstraße in Alt-Nowgorod - Ein Bischof von besonderer Art - Die Schwertritter und ihr Ende - Würzige Völkermischung im Baltikum - Große Familien aus wilder Wurzel - Deutsche Herren im Zarenreich — Swing im alten Rußlandhandel-Riga, Reval und die Schwarzhäuptergilde Völkervielfalt im Südosten: Die große Flut und viele kleine Rinnsale - Friedliche Sorben im Herzen Deutschlands - Ungarnnot in Mitteleuropa - Das Geschlecht aus dem Dunkel - Flamen werden Wiener - Der Donauweg in den Südosten - Komm mit nach Warasdin... -Batschka und Banal blühen auf Das Ende - und welch ein Ende! : Das Deutschtum im Osten - nichts als Erinnerung? - Viele Möglichkeiten, mit einem Land zu leben - Aufgaben der DDR - Die Wanderung der sieben Millionen - Solschenizyn über die Vertreibung - Carstens in Königsberg - Das unsichtbare Fluchtgepäck, Zeittafel, Literaturbericht, Register, Bildnachweis. 9783517008486
[SW: Deutsche Ostsiedlung KGr55]
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 38029 - gefunden im Sachgebiet: Deutsche Geschichte
Anbieter: Antiquariat Liberarius Frank Wechsler, DE-19230 Hagenow
Versandkostenfrei nach Deutschland (Land-/Seeweg) ab EUR 60,00 Bestellwert bei diesem Anbieter.

EUR 10,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 6,00
Lieferzeit: 2 - 7 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Padura, Leonardo Labyrinth der Masken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Padura, Leonardo Labyrinth der Masken Zürich Unionsverlag 1997 Gebunden 269 S. ISBN: 9783293003231 ausgemustertes Büchereibuch (mit Stempel!) in sehr gutem Zustand! SU ohne Einrisse! Sehr selten, vergriffen! In der glühenden Augusthitze wird im Stadtwald von Havanna die Leiche eines jungen Transvestiten gefunden. Als sich herausstellt, dass es sich dabei um Alexis Arayán, den Sohn eines hochrangigen Diplomaten handelt, steckt die Polizeiführung in der Zwickmühle. Sie soll aufklären, was nicht sein dürfte (sexuelle „Perversitäten“ im sozialistischen Staat) und was nicht sein darf (Korruption der Führungskader). So überträgt man den Fall dem eigentlich strafversetzten Teniente Mario Conde, dessen Existenz als Polizist fortan auf Gedeih und Verderb von der Aufklärung des mysteriösen Mordes abhängt. Conde ermittelt in dem exzentrischen Freundes- und Bekanntenkreis des Diplomatensohns, wobei er auf den legendären Schriftsteller und Theaterregisseur Marqués trifft. Von staatlicher Seite in Kuba als Homosexueller verfemt und geächtet lebt dieser seit Jahrzehnten in einem alten zerfallenen Haus. Marqués scheint mehr über den Mordfall zu wissen, als er zunächst preisgeben will. Dennoch führt er den Kommissar in der Hitze des Sommers nicht nur in die verborgene Welt der Homosexuellen und Transvestiten Havannas ein, sondern leitet ihn mit feiner Ironie durch das verwirrende Labyrinth von Sein und Schein der kubanischen Existenz. Labyrinth der Masken strotzt nur so von Poesie und Sinnlichkeit, so dass wohl auch der Übersetzer (lobenswert: Hans-Joachim Hartstein) seinen wahren Spaß daran gehabt haben muss. Padura glänzt durch seine detailreiche Erzählung und subtiler Ironie. So schenkt er seinem Helden, dem sinnenfreudigen Macho Mario Conde, zwar eine neue, leidenschaftliche Liebschaft, doch gleichzeitig lässt er ihn ziemlich lange hilflos durch das Verwirrspiel der Leidenschaften irren. Nur langsam geht Conde auf, wie der alternde Schriftsteller Marqués ihm aus seinem inneren Exil heraus mit einer symbolischen Erzählung den Weg zur Lösung des Falls weist ... Leonardo Padura lässt in Labyrinth der Masken, der großartigen Fortsetzung innerhalb seines Havanna-Quartetts, erneut erkennen, dass es sich dabei nicht allein um Kriminalromane handelt. Auch im dritten, mit „Sommer“ untertitelten Teil seines vierteiligen Epos dient ihm die Darstellung des Kriminellen und Andersartigen als ideales Mittel, um den Zerfall und die innere Zerrissenheit der kubanischen Gesellschaft darzustellen. Padura beschreibt Menschen, die nicht sie selbst sein dürfen, die unter Castros Diktatur zwar nicht Hunger oder den Tod erleiden müssen, aber die letztendlich in eine fast tödliche Lähmung verfallen: Er zeichnet das feinsinnige Bild einer Gesellschaft in Agonie. Kurzbeschreibung Im dichten Unterholz des Bosque de La Habana wird am sechsten August, am Tag, an dem die Kirche das Fest der Verklärung Jesu feiert, die Leiche eines Transvestiten gefunden, der den roten Seidenschal, mit dem er ermordet wurde, noch um den Hals trägt. Zur großen Bestürzung von Mario Conde stellt sich heraus, dass diese rot gekleidete "Frau" Alexis Arayan ist, der Sohn eines angesehenen kubanischen Diplomaten. Der exzentrische Marques, ein Mann aus der Welt der Literatur und des Theaters, lebt als Homosexueller geächtet in einem zerfallenden Haus und scheint eine Art Heiliger und zugleich Hexenmeister zu sein, kultiviert, intelligent, listig und mit feiner Ironie begabt. Nach und nach führt er Conde in eine düstere Welt ein, in der jedermann die ganze Wahrheit über Alexis Arayan zu kennen scheint.
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: BN14332 - gefunden im Sachgebiet: Krimis/Thriller / Sonstiges - Krimi/Thriller
Anbieter: Antiquariat UPP, DE-93161 Sinzing

EUR 27,95
inkl. MwSt., zzgl. Versand: Auf Anfrage
Lieferzeit: 5 - 10 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Mario Puzo Der Pate

Zum Vergrößern Bild anklicken

Mario Puzo Der Pate Bertelsmann 1985 Leinen 571 S. 20,4 x 13,8 x 4,2 cm Die Handlung spielt im New York gegen Ende der 1940er Jahre. Don Vito Corleone, der 1901 als kleiner Junge aus Sizilien allein in die USA eingewandert ist, führt als Pate die mächtigste Mafia-Familie der Stadt. Im Kampf um Millionenprofite aus Schmuggel, Erpressung und Glücksspiel scheut er vor Mord nicht zurück. Nur am »schmutzigen Geschäft« des Drogenhandels, das ihm der Gangster Solozzo vorschlägt, will er nicht teilhaben, um die von ihm bestochenen Politiker und Justizbeamten nicht zu verprellen. Es beginnt ein gnadenloser »Kampf der Familien« um die Macht in der Unterwelt, bei dem Don seinen hitzköpfigen Sohn Sonny verliert. Durch ein Attentat selbst schwer verletzt, alt und müde geworden, übergibt der Pate das Kommando seinem jüngsten Sohn Michael. Nach Don Vitos Herztod rechnet Michael mit den Feinden der Familie ab. Aufbau: Virtuos entfaltet Puzo das Panorama menschlicher Leidenschaften – Intelligenz und Niedertracht, Freundschaft, Treue und Verrat, kleine Gaunereien und Big Business, Geld, Sex und Liebe. Die Charaktere sind klar gezeichnet, die Handlungsstränge spannend und schlüssig aufgebaut. Mit bitterer Ironie schildert Puzo die verlogene Moral der »ehrenwerten Gesellschaft«, die den rücksichtslosen Kampf für ihre Sache (ital.: cosa nostra) mit dem korrupten Justizapparat der Vereinigten Staaten begründet. Der Pate ist Boss einer hoch profitablen Firma, die nach ökonomischen Kriterien aufgebaut ist. Auch Gewalt gehört zu diesem Geschäft. Hier ist für Puzo die Schnittlinie zur »normalen« US-Gesellschaft, die oft nicht danach fragt, wie ein Selfmademan zu Wohlstand und Einfluss gekommen ist. Wirkung: In einer Zeit, als in den USA sogar Polizisten immer noch an der Existenz der Mafia zweifelten, beschrieb Puzo in seinem Roman glaubwürdig und kenntnisreich deren Methoden. Der Pate wurde einer der größten Bestseller der 1960er Jahre. Wie die meisten Kritiker war auch der »Mob« zufrieden, denn Puzo bestätigte dessen Mythos. 1971 wurde der Roman von Francis Ford Coppola verfilmt. Nur der erste Teil des Films bezieht sich auf das Buch. Marlon Brando erhielt für seine grandiose Darstellung des Don Vito Corleone seinen zweiten Oscar. In den beiden anderen »Paten«-Filmen (1974 und 1990) erzählte Puzo als Drehbuchautor die Vita der Corleones weiter bis zum natürlichen Tod des alten Michael Corleone. Kurzbeschreibung Der kleine Vito entkommt als einziger einem Massaker in seinem Heimatort auf Sizilien. Er flieht nach New York und wird zum gefürchteten Paten der amerikanischen Mafia. Aber ihn beherrscht nur ein Gedanke: Er will den Mord an seiner Familie rächen. Rezension: In dem Buch geht es um den Aufstieg eines sizilianischen Mafioso in den USA. Schließlich ist Don Corleone mächtigster Mann New Yorks. Doch dann kommt es zu Problemen mit anderen Familien und diese verüben ein Attentat auf ihn, das er nur schwer verletzt überlebt. Doch nicht alle Familienmitglieder haben so viel Glück im Unglück. Als sein Sohn Michael das Familienunternehmen übernimmt, wird er sich gnadenlos rächen. Das klingt klasse und lassen Sie es sich versichern: Das ist es auch! Besonders raffiniert ist, dass nicht alles phantasielos und chronologisch hingeklatscht, sondern man immer wieder etwas über die Vergangenheit der einzelnen Figuren und so über den Aufstieg des Paten erfährt. Diese Orts- und Zeitwechsel lassen alles spannend bleiben. Der Schreibstil ist flüssig und gefällt. Der Autor verzichtet glücklicherweise auf unendliche Adjektivaneinanderreihungen und schildert alles knapp und präzise dennoch aber fesselnd und mitreißend. Eine Kunst, die leider nur wenige beherrschen. So darf Mario Puzo durchaus als modernen Shakespeare gefeiert werden, da sich in seinem Meisterwerk alles findet, was das Herz begehrt: Krimi, Thrill, Sex, Drama, Tragödie, Comedy, Historie Fazit: Dieses Buch ist wirklich eine Klasse für sich und jeder sollte es gelesen haben (5 Sterne)! Nach der Lektüre sehnt man sich richtig nach einer Fortsetzung. mit Namenseintragung, sonst wie neu!
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: BN9236 - gefunden im Sachgebiet: Krimis/Thriller / Sonstiges - Krimi/Thriller
Anbieter: Antiquariat UPP, DE-93161 Sinzing

EUR 10,35
inkl. MwSt., zzgl. Versand: Auf Anfrage
Lieferzeit: 5 - 10 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Danin, Daniil:  Blick ins Unsichtbare.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Danin, Daniil: Blick ins Unsichtbare. Berlin, Verlag Kultur und Fortschritt, 1963. 1. Aufl. 429 S. Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm , Leinen , Exemplar mit leichten Gebrauchsspuren, Namenseintrag Erster Teil: ERSTES KAPITEL: Ein Gefühl, das den Menschen nur selten überkommt. - Ist es nicht zu früh, darüber zu sprechen? - Ein Zwischenfall im Tal. - Der Berg des Zaubers und der Enttäuschung. - „Der Geist des Abenteuerlichen" und „das Strahlenfieber". - Die Quelle einer ununterbrochenen Entdeckungsserie. - Nein, das waren keine Fehlversuche! - Naturschutzpark der Elementarteilchen. - Weshalb uns die Neugierde auf den Aragaz führte, ZWEITES KAPITEL: Der Weg in die Stadt ohne Vergangenheit. - Woher rührt das allgemeine Interesse? - Auf der Suche nach richtigen Vergleichen. - Eine seltsame Leere. - Materie und Felder. - „Sie müssen sich unbedingt daran erinnern!" - Die Kernschleuder ist kampfbereit. - Anstatt den gefährlichen Blitz Zu zähmen. - In der Stadt des angespannten Denkens. - So ist nun mal der Mensch beschaffen . . . - In Dubna werden die „Urstoffe der Materie" gebildet, DRITTES KAPITEL: Tausendjährige Verirrungen, die man nicht von oben herab behandeln sollte. - Das ungeschriebene Szenarium. - Dazu mußte man erst reifen! - Die ausweichende Art Newtons. - Planck war zwei-undvierzig, Einstein einundzwanzig Jahre alt. - Die zweite Geburt der Lichtteilchen. - Um etwas nicht zu mißachten, muß man wissen, was es wert ist, VIERTES KAPITEL. „Jetzt werden Sie gleich selbst auf die Relativitätstheorie kommen." - Das Licht kann man nicht anhalten. - Seltsame Überlegungen des Gymnasiasten Einstein. - Der Steinspiegel der Azteken. - Die Bestürzung des alten Lehrers. - Unerschütterliche Gesetze hängen an einem seidenen Faden. - Man darf die Klassiker nicht verurteilen. - Die Schlichtheit einer ungewöhnlichen For* mel. - In einer leichten und schnellen Welt. - Zweifel entstehen und vergehen, FÜNFTES KAPITEL: Ein scheinbar hoffnungsloser Widerspruch. - „Ich kann mich nicht dreihundertmal irren!" - Nicht diese Kilometer und Sekunden. -Was geht dort vor? - Diese Geschwindigkeit ist aus dreifachem Grund nicht zu erreichen. - Die Sorgen der kleinen Träumer. - Kosmisches Leid. - Legende oder Erinnerung. - Das zweite Auto-graph Einsteins. - Ein Gespenst reist ins Zeitlose. - Es sind Mikro-zentauren ..., Zweiter Teil: ERSTES KAPITEL: Röntgen erkennt das Elektron nicht an. - Unsinn oder Weisheit? - „jetzt weiß ich, wie das Atom aussieht!" - Eine halbe Stunde nach der Geburt des Kerns. - Es war unwahrscheinlich ... - Ruther-ords große Besonnenheit. - Die Physiker hatten keinen anderen Ausweg. - Die Rettung des „verdammten Atoms". - „Warum haben Sie eine grüne Stimme?" - Die Verzweiflung der Großen. - Die Einheit der Natur, ZWEITES KAPITEL: Die Bourbonen brachten endlich einen wahren König hervor! -Die Welt der verlorenen Bahnen. - „Nur zwei Physiker hatten den Mut..." - „Wellen der Materie?" - Eine rechtzeitig ausgesprochene Vermutung. - Treffen beim Solvay-Kongreß. - Der trügerische Wellencharakter der Erde. - Wovon ein Theoretiker so alles träumen kann! - Das Quantenmodell des Sonnensystems, DRITTES KAPITEL: Einige Worte zur Beruhigung. - Anfangs gab es zwei Wege. - Der Züricher Professor und der Göttinger Assistent. - Einseitige Leidenschaften. - „Das Wunder des Jahres 1926." - Im Nebel der Wahrscheinlichkeit. - Grenzen und. Macht. - Eine Frage ohne Antwort. - Diogenes Methode hilft uns nicht. - Was nicht existiert, kann man nicht sehen, VIERTES KAPITEL: Die Unbestimmtheit ist nicht zu beseitigen. - Die Bodenlosigkeit des Sinnlosen. - Damit ist nichts anzufangen: „K.ämmerchen der Unscharfen". - Der Verdruß der Klassiker. - Ein Dragonerkapitän spricht im Namen Gottes. - Weltkonstanten. - „Der geheimnisvolle Bote der realen Welt." - Heisenbergs Unscharferelation. -Erfassen des Unvorstellbaren. - „Warten Sie, Landau, lassen Sie mich doch auch etwas sasen!" FÜNFTES KAPITEL: „Der Riß der Welt geht durch mein Herz" - Neue Gesetzgebung. - Am Anfang waren die Wellen. - Die Teilchen lösen sich im Raum auf. - Die Erleuchtung des Suchenden. - „Zu zweit siebt man keine Gespenster." - Wohin fällt das Elektron? - Entschlüsselte Psi-W`eilen. - Die Welt der Wahrscheinlichkeiten. - Einstein ist mit uns gegen Niels Bohr. - Wessen Partei ergreift die Natur? SECHSTES KAPITEL: Noch einmal Abschied. - Vom Hebel zum Weltsystem. - Quantenmechanik gegen Fatalismus. - Hinter der Weichsel im jähre 1944 ... - Es klingt paradox. - Gesetzmäßiges im Zufälligen. - Auf einem berühmten Kongreß. - Das Drama Louis de Broglies. -Eine unangenehme Nachricht. - Sehen Sie, eine weiße Fahne! - Kiew im Sommer 1959. - Die Geschichte geht weiter.
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 38605 - gefunden im Sachgebiet: Naturwissenschaft
Anbieter: Antiquariat Liberarius Frank Wechsler, DE-19230 Hagenow
Versandkostenfrei nach Deutschland (Land-/Seeweg) ab EUR 60,00 Bestellwert bei diesem Anbieter.

EUR 8,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 2,00
Lieferzeit: 1 - 7 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Vandenberg, Philipp:  Nero. Kaiser und Gott, Künstler und Narr.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Vandenberg, Philipp: Nero. Kaiser und Gott, Künstler und Narr. Buchgemeinschaftsausgabe, 1981. 348 S. Antikbuch24-SchnellhilfeOktav = Höhe des Buchrücken 18,5-22,5 cm , Pappeinband mit Schutzumschlag , Gutes Exemplar Mit zahlr. Abb.Antikbuch24-SchnellhilfeAbb. = Abbildung(en) ; Inhalt: I. Ein Siebzehnjähriger wird Kaiser: Kaiser unter dem Pantoffel - Zwitterwesen und Mißgeburten verkünden Unheil - Das Geheimnis der tödlichen Champignons -Hundertachtzig Millionen: der Preis für einen Kaiser - Intime Erinnerungen an eine Sänfte - Mutter und Sohn - Kein Platz für Rivalen, II. Nero und seine Zeit: Die Schlüsselfigur im Leben Agrippinas: ihr Vater - Tiberius fürchtete Neros Großmutter - Ein menschenscheues Ungeheuer: Tiberius - Ein Leben in Angst und Schrecken - Die Greueltaten eines Wahnsinnigen - Wie Neros Onkel Kaiser wurde - Die Geburt Neros, die niemand mehr erwartet hatte - Die seltsame Wandlung des Caligula - Ein Tänzer und ein Friseur, Neros Erzieher -Caligulas Ende - Claudius begnadigt Neros Mutter- Eine Schlange rettet dem kleinen Nero das Leben - Die letzten Tage der Messalina - Nero war elf, als seine Mutter erneut auf Brautschau ging - Ein Heiratsgesetz für Agrippina - Neros Lehrmeister Seneca - Die Künste des Philosophen - Eine Vaterfigur für Nero - Claudius adoptiert Nero: Das war sein Todesurteil, III. Frauen waren sein Verhängnis: Die tödliche Mutterliebe der Agrippina - Der Mutter-Sohn-Konflikt war programmiert - Das erste Attentat schlug fehl - Die späte Rache der Rivalin - Roms Cäsaren liebten nicht nur Frauen -Agrippinas Tage sind gezählt - Das Attentat von Baiä - Der letzte Akt des Dramas - Ein Cäsar ohne Mutter- Scheidung auf neronisch - Das süße Leben eines Kaisers - Ersatz für Poppaea: ein Mann -Die Frau im alten Rom - Scheinehen und Scheidungen waren an der Tagesordnung - Emanzipation, nicht nur ein Schlagwort unserer Zeit - Sex in Tempeln und Palästen, IV. Brot und Spiele: Sodomie auf offener Bühne - Die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Theaters - Der Kaiser tritt auf - Das manipulierte Publikum - Circus, Circus - Pferde, Siege und Parteien - Der Aufmarsch zum Rennen - Die Römer wollten Blut sehen -Gladiatoren, Lieblinge der Massen - Orgien der Verzweiflung, V. Nero als Politiker: Zwei Germanen ziehen gen Rom - Corbulo, der größte Feldherr seiner Zeit - Der Armenienkonflikt - Der Privatkrieg zweier Generäle - Corbulo drängt auf eine Entscheidung - Nero kämpfte nicht, er feierte lieber seine Siege - Die wilden Britannier im Norden - Neros größte Niederlage, das Werk einer Frau - »Man sieht da drüben mehr Weiber als Krieger!« - Ein Homosexuellendrama und seine Folgen - Der Kaiser verliert seinen engsten Berater - Neros Antwort an Seneca - Wie sehr das Geld die alte Welt regierte - In Armenien gärt es wieder-Die Niederlage bahnt sich an - Neros letzter Trumpf war Corbulo - Alle Wege führten nach Rom - Tiridates ante portas, VI. Der Brand Roms: Die Stadt der Künste und Katastrophen - Das rasende Inferno -Die Geschichtsschreibung machte Nero zum Brandstifter - Nero und die frühchristlichen Autoren - Der Brand und seine Folgen für den Kaiser - Ein Wunderwerk: das Goldene Haus - Renaissancemaler entdecken die Grottesken, VII. Die Pisonische Verschwörung: Die Verschwörer und ihre Motive - Am 19. April 65 sollte Nero sterben - Das ungeahnte Ausmaß der Verschwörung - Senecas tragisches Ende - Der Beginn einer Säuberungswelle - Der Prozeß gegen fünf Hochverräter - Das Blutgericht des Tigellinus - Die Feinde waren tot, die Freunde hielten die Hand auf, VIII. Das Drama der frühen Christen: Petrus und Paulus aus archäologischer Sicht - Das Verhältnis der Römer zu Juden und Christen - Die geheimnisvollen Rituale der frühen Christen - Wie kam es zu den Christenprozessen? - Simon Petrus, das Idol der Unterdrückten - Steht die Peterskirche am falschen Ort? - Die Bekehrung des Paulus - Warum Paulus Nero sprechen wollte, IX. Ein Künstler auf Tournee: Griechenland, Neros Welt - Schlechte Nachrichten aus der Provinz Judäa - Josephus, der Feldherr und Wahrsager - Auch Nero kämpfte, aber gegen Sänger - Ein Mammutprojekt: der Kanal von Korinth - Der Kaiser schenkt den Griechen die Freiheit - Die Warnung des Orakels von Delphi - Die Rückkehr des Siegers, X. Das unmenschliche Ende eines Göttlichen: Gekämpft hat Nero nicht, aber gesiegt - Das Protokoll der letzten Stunden - »Welch ein Künstler geht mit mir zugrunde!« - Galba ist skeptisch - Der Schatten des Galba - Der neue Kaiser kommt -Nymphidius verrechnet sich, XI. Neros Nachfolger: Galba, Otho und Vitellius: Der greise Galba sucht einen Nachfolger - Vier Leichen und hundertzwanzig Mörder - Othos Widersacher Vitellius - Die Schlacht bei Betriacum war Othos Ende - Vitellius verwandelte Rom in ein Heerlager, XII. Epilog: Wie wahnsinnig war Nero eigentlich? : Cäsar war weit exzentrischer als Nero - Alle Claudier waren radikal, so auch Tiberius - Die Römer beurteilten Nero zwiespältig - So wurde das Nero-Bild verfremdet - Medizinhistoriker halten Nero keineswegs für verrückt, Anhang: Quellenverzeichnis - Zeittafel - Register - Bildnachweis. ; "In der Nacht des 12. Oktober 54 n. Chr. tanzten schwachbekleidete Mädchen vor dem Bett des greisen Kaisers Claudius. Der Imperator sah dem erregenden Treiben mit ausdruckslosen Augen zu. Nur einer der Anwesenden wußte, daß der Herrscher über siebzig Millionen Menschen tot war - vergiftet von seiner Frau Agrippina, deren siebzehnjähriger Sohn Nero am nächsten Tag zum Kaiser proklamiert werden sollte. So beginnt Philipp Vandenbergs große Biographie des wohl ungewöhnlichsten Herrschers auf dem Cäsarenthron, die Lebensbeschreibung des Kaisers Nero. Der Jüngling, der nur widerwillig dem Drängen seiner ehrgeizigen Mutter nachgab, fühlte sich eher zum Künstler berufen als zum Imperator eines Weltreiches. Feldzüge gegen Parther, Germanen und Britannier überließ er seinen Generälen, sein Kampffeld war die Arena. Hier errang er seine Siege, als Wagenlenker bei Pferderennen und als Sänger im Theater. Höhepunkt seiner Herrschaft war deshalb auch nicht die Eroberung einer neuen Provinz, sondern seine Reise nach Griechenland, wo er - wenn auch manipuliert - in allen musischen Wettkämpfen als Sieger hervorging. Als er nach vierzehnjähriger Regierung einer Revolte zum Opfer fiel, starb er mit den Worten: »Welch großer Künstler geht mit mir zugrunde.« Philipp Vandenberg entwirft ein Psychogramm des sensiblen Jünglings, dessen enge Mutterbindung lange seine Entwicklung hemmte. Seine Mutter war die erste Frau, die ihn verführte, die Frau, die ihn zum Kaiser machte, die Frau, die ihn bei jeder Gelegenheit zu reglementieren versuchte, die Frau, die Nero schließlich ermorden ließ. Immer an den antiken Quellen orientiert, schildert Philipp Vandenberg das pulsierende Leben im antiken Rom: die Liebesaffären des Kaisers und seiner Freunde, die Intrigen und Verschwörungen seiner Feinde und - einer der Höhepunkte des Buches - den Brand Roms im Jahre 64 n. Chr., wobei der Autor detailliert nachweist, daß Nero zu Unrecht der Brandstiftung bezichtigt wurde. In diesem Schmelztiegel von Lüsten, Lastern und Intrigen verkündeten Petrus und Paulus das kommende Gottesreich. Beide wurden während der Herrschaft Neros hingerichtet. Die Hintergründe ihres Todes und die politischen Ursachen der anschließenden Christenverfolgung werden aus historischer Sicht erklärt und erscheinen in einem neuen Licht. Ungewöhnlich und faszinierend wie die Handlung des Buches ist auch die Form. Vandenberg sammelte alle Nero-Zitate und -Dialoge aus den antiken Quellen und integrierte sie in die Lebensbeschreibung des Kaisers. Dadurch entstand eine äußerst lebendige Form, die manchmal romanhafte Züge annimmt, obwohl nicht eine Szene, nicht ein Dialog erfunden sind. Historisch Interessierte finden jede wörtliche Rede im Anhang lückenlos dokumentiert. Philipp Vandenberg hat mit diesem Buch nicht nur eine weitere große Biographie geschaffen, er breitet vor dem Leser auch ein bildhaftes Panorama des antiken Rom aus, läßt seine Menschen mit all ihren Leidenschaften lebendig werden und vermittelt in einer dramatischen Handlung Informationen über eine der erregendsten Epochen der menschlichen Geschichte, die sonst nur Wissenschaftlern zugänglich sind."
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 39027 - gefunden im Sachgebiet: Biographien
Anbieter: Antiquariat Liberarius Frank Wechsler, DE-19230 Hagenow
Versandkostenfrei nach Deutschland (Land-/Seeweg) ab EUR 60,00 Bestellwert bei diesem Anbieter.

EUR 5,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 2,80
Lieferzeit: 1 - 7 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 

Dichtung und Wahrheit : Johann Wolfgang von Goethe. Hrsg. von Walter Hettche : Durchges. und bibliogr. erg. Ausgabe :

Zum Vergrößern Bild anklicken

Goethe, Johann Wolfgang von : Dichtung und Wahrheit : Johann Wolfgang von Goethe. Hrsg.Antikbuch24-SchnellhilfeHrsg. = Herausgeber von Walter Hettche : Durchges. und bibliogr. erg. Ausgabe : Stuttgart : Reclam : 2012. über 300 Seiten : Kl.-8 Octav : Softcover : ISBN: 9783150189399 Eine der bedeutendsten Autobiographien der Weltliteratur in einer mustergültig kommentierten Ausgabe mit über 300 Seiten Einzelstellenkommentar, Literaturhinweisen, Nachwort und Registern. Inhaltsverzeichnis Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit Anhang Zu dieser Ausgabe Kommentar Literaturhinweise Nachwort Register Personen Zeitschriften und anonyme Werke der Literatur und bildenden Kunst Orte Werke Goethes Ausgaben der Werke Goethes Autorinformation Johann Wolfgang Goethe (seit 1782: von), 28. 8. 1749 Frankfurt a. M. – 22. 3. 1832 Weimar. G.s Eltern waren der 1742 zum Kaiserlichen Rat ernannte Jurist Johann Caspar Goethe und Catharina Elisabeth Goethe, geb. Textor. Er wurde zu Hause unterrichtet; neben den Naturwissenschaften und Mathematik standen alte und neue Sprachen und Zeichnen auf dem Erziehungsprogramm. 1765 nahm G. das Studium der Rechte in Leipzig auf, widmete sich aber bald seinen literarischen und künstlerischen Interessen (Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Oeser). Nach einem Blutsturz mit einem blutigen Husten kehrte er 1768 nach Frankfurt zurück. Nach einer längeren Genesungszeit, die er u. a. zum Verkehr mit dem pietistischen Kreis um Susanna Katharina v. Klettenberg und zur Lektüre pansophischer Schriften nutzte, setzte er 1770 sein Studium in Straßburg fort (Promotion zum Lizentiaten der Rechte im August 1771). Hier kam es im Herbst 1770 zur folgenreichen Begegnung mit J. G. Herder, der ihn mit seiner neuen Auffassung des Schöpferischen, seinem Konzept von Volkspoesie und seinem Entwicklungsdenken bekannt machte und auf Homer, Pindar, Shakespeare und Ossian als die Vorbilder einer aus unmittelbarem Erlebnisausdruck entsprungenen Dichtung hinwies. Zur gleichen Zeit lernte er die Pfarrerstochter Friederike Brion in Sesenheim kennen. Nach seiner Rückkehr nach Frankfurt wurde er im September 1771 als Advokat am Schöffengericht zugelassen; es blieb ihm genug Zeit für seine literarischen Arbeiten und zur P?ege persönlicher Beziehungen, v. a. mit J. H. Merck und seinem Kreis am Darmstädter Hof. Von Mai bis September 1772 hielt er sich als Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar auf; hier lernte er Charlotte Buff und ihren Bräutigam Johann Christian Kestner kennen. Über Ehrenbreitstein – Besuch bei Sophie von La Roche und ihrer Familie – kehrte G. nach Frankfurt zurück; der 1774 erschienene Werther machte ihn zur europäischen Berühmtheit. Nach einer bald wieder aufgelösten Verlobung mit der Bankierstochter Elisabeth (Lili) Schönemann und einer Reise in die Schweiz im Sommer 1776 folgte G. der Einladung Herzog Karl Augusts von Sachsen-Weimar nach Weimar (1786 Geheimer Legationsrat, verantwortlich für Bergwerksangelegenheiten; 1779 Leiter der Kriegskommission und der Direktion des Wegebaus, Ernennung zum Geheimen Rat; 1782 Erhebung in den Adelsstand durch Kaiser Joseph II.; Bezug des Hauses am Frauenplan). Von Karlsbad aus, wo er sich mit dem Herzog, der Familie Herder und Charlotte von Stein aufhielt, brach er am 3. September 1786 ohne Abschied nach Italien auf. Über Verona, Vicenza, Padua, Venedig, Ferrara und Bologna erreichte er – als Johann Philipp Möller, von Beruf Maler oder auch Kaufmann – am 29. Oktober Rom und quartierte sich bei dem Maler Wilhelm Tischbein ein. Ende Februar 1787 reiste er über Neapel nach Sizilien. Anfang Juni kehrte er nach Rom zurück(Aufenthalt bis April 1788). Über Florenz, Mailand und die Schweiz erreichte er Weimar wieder am 18. Juni 1788. In Italien war – nach intensiven Studien bei dortigen dt. Künstlern – die Entscheidung gefallen, in Zukunft »auf das Ausüben der bildenden Kunst« zu verzichten und seiner dichterischen Begabung zu leben. Nach seiner Rückkehr wurde er nun von Regierungsgeschäften entlastet; zugleich begann die Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius (Trauung am 19. 10. 1806). Ziel einer enttäuschenden zweiten Italienreise (März–Juni 1790) war Venedig. 1791 wurde er mit der Leitung des Weimarer Hoftheaters (bis 1817) betraut. Während der Revolutionskriege nahm er als Begleiter des Herzogs 1792–93 an der ›Campagne in Frankreich‹ und der Belagerung von Mainz teil. 1794 begann die Annäherung an Schiller, die bald zur produktiven Zusammenarbeit und Freundschaft führte. Eine weitere Reise in die Schweiz (1797) und auf schwere Krankheiten folgende Kuraufenthalte in Bad Pyrmont (1801) und Lauchstädt (1805) unterbrachen G.s Tätigkeit in Weimar (Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat 1804) und Jena (Oberaufsicht über die naturwissenschaftlichen Institute der Universität seit 1803). Von 1806 an hielt er sich im Sommer regelmäßig zu Kuraufenthalten in böhmischen Badeorten auf: Karlsbad, Franzensbad, Teplitz (mehrere Treffen mit Beethoven 1812) und später auch Marienbad (Begegnung mit Ulrike v. Levetzow 1821, Marienbader Elegie 1823). 1806 wurde Weimar von frz. Truppen besetzt, 1808 kam es zu mehreren Begegnungen mit Napoleon. 1807 machte Bettine Brentano (später: Arnim) ihren ersten Besuch. 1814 und 1815 unternahm G. Reisen in die Rhein-Main-Gegend (Wiesbaden, Bingen, Frankfurt, Heidelberg, Köln); 1814 lernte er Marianne v. Willemer in Wiesbaden kennen. Im Dezember 1815 wurde G. zum Staatsminister ernannt. Am 6. Juni 1816 starb seine Frau Christiane, am 14. Juni 1828 Herzog Karl August, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbunden hatte, am 26. Oktober 1830 in Rom sein einziger Sohn August. Obwohl G.s Schaffenszeit mehr als 60 Jahre umfasst und sein Werk eine entsprechende Entwicklung durchmacht, zieht sich die Beschäftigung mit manchen Themen und Stoffen – z. B. Faust, Wilhelm Meister – durch viele Jahrzehnte oder selbst sein ganzes schöpferisches Leben hin; außerdem liegt gelegentlich – wie etwa bei der Italienischen Reise – ein langer Zeitraum zwischen Anlass und Ausführung. Nach Anfängen in anakreontischem Stil brachte die Straßburger Zeit den entscheidenden dichterischen Durchbruch, mit dem die ›Genieperiode‹ des Sturm und Drang recht eigentlich begann: programmatisch mit der Rede Zum Schäkespears Tag und der von Herder herausgegebenen Sammlung Von Deutscher Art und Kunst (mit Herders Ossian- und Shakespeareaufsätzen und G.s Von Deutscher Baukunst), dichterisch mit den von der Liebe zu Friederike Brion inspirierten ›Sesenheimer Liedern‹ (Es schlug mein Herz, Maifest), den großen freirhythmischen Sturm-und-Drang-Hymnen (Mahomets-Gesang, Prometheus, Ganymed usw.) und dem Drama Götz von Berlichingen. Mit dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers brachte er dann nicht nur die eigene Krise zum Ausdruck, sondern die einer ganzen Generation, die sich »in einem schleppenden, geistlosen, bürgerlichen Leben« (G.) gefangen sah. In die Phase des Sturm und Drang gehören auch die ersten Szenen der Faustdichtung (Gelehrten-, Gretchentragödie, Universitätssatire), der so genannte Urfaust (etwa 1773–75). Diese Anfänge blieben trotz späterer Rundungs- und Überformungsversuche erhalten und kontrastieren im vollendeten Faust I mit den Symbolisierungstendenzen des ›klassischen‹ Goethe. Die Überwindung »aller nordischer Barbarei«, die der klassische G. in seiner Faustkomposition sah, brachte der Faust II, an dem er schon vor der Vollendung des ersten Teils arbeitete (und 1831 abschloss): ein enzyklopädisches, scheinbar disparates Werk, dessen innere Einheit in einem System metaphorischer, allegorischer und symbolischer Zusammenhänge, in einer vielfältigen und wechselseitigen Spiegelung von Themen und Motiven besteht. Gegenüber der Herausforderung, die der Faust für das Theater bedeutete, ist sein übriges dramatischen Schaffen durchaus theatergerecht; dabei stehen neben den großen Texten wie Egmont, Iphigenie oder Tasso, die erst in Italien ihre endgültige Form fanden, kleinere Dramen, Singspiele und Festspiele für die hö?sche Gesellschaft. Zu G.s Erzählwerk gehören neben den rein ?ktiven Texten auch die Autobiographie Dichtung und Wahrheit, in der sich die Darstellung der inneren Entwicklung mit der der Welt verbindet, die Beschreibung seiner italienischen Reise mit dem zentralen Motiv der Überwindung der privaten und künstlerischen Krise und die Erinnerungen an die Revolutionskriege. Sein Romanschaffen gipfelt, nimmt man die Rezeption als Maßstab, in Wilhelm Meisters Lehrjahren, dem Prototyp des Bildungsromans, entstanden aus einem Romanprojekt der voritalienischen Zeit (Wilhelm Meisters theatralische Sendung). Wie bei Faust folgte auch hier ein zweiter Teil, der die Gattungskonventionen negierte und, statt auf individuelle Ausbildung und Vervollkommnung zu zielen, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen re?ektiert, mit Begriffen wie Entsagung und Ehrfurcht auf ethische Verp?ichtungen verweist und mit dem Projekt einer Auswanderung nach Amerika Perspektiven einer neuen Ordnung zu eröffnen sucht. Auch die von den Zeitgenossen kontrovers diskutierte Ehegeschichte der Wahlverwandtschaften hat symbolischen, exemplarischen Charakter und verknüpft in ihrem symbolischen Beziehungsge?echt die unausweichliche Tragik der Liebesgeschichte mit der Darstellung des geschichtlichen Wandels, der die alte Ordnung zersetzt. Die Kunst der Novelle p?egte G. nach romanischem Vorbild bereits in den Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten mit dem symbolischen Märchen am Ende. Auch der zweite Teil des Wilhelm Meister war ursprünglich als novellistische Rahmenerzählung geplant. G. illustrierte seine Auffassung der Novelle – »eine sich ereignete unerhörte Begebenheit« – noch einmal in seinem Spätwerk (Novelle). In der Zeit der Zusammenarbeit mit Schiller und der Auseinandersetzung mit der Antike und Problemen der Gattungspoetik erhielt das Epos einen hohen Stellenwert. G.s Versuch eines epischen Gedichts Hermann und Dorothea nahm allerdings eher den Charakter einer Idylle an. Der Versuch eines großen homerischen Epos scheiterte; die Achilleis kam über das erste Buch nicht hinaus. Bereits vorher hatte G. mit klassischem Anspruch eine Hexameterbearbeitung des alten Tierepos von Reineke Fuchs unternommen. Die Vielfalt von G.s lyrischer Dichtung wird zum ersten Mal 1789 im 8. Band der Schriften deutlich. Hier stehen auch, den Sturm-und-Drang-Hymnen entgegengesetzt, die Hymnen Grenzen der Menschheit und Das Göttliche, die zur Klassik hinführen. G. verfügte als Lyriker wie kein anderer Dichter über die unterschiedlichsten Töne: von der volksliedhaften Einfachheit und stimmungsvollen Erlebnisdichtung zum erhabenen Gestus der Oden und Hymnen, von satirisch-epigrammatischem Witz zu tiefer Symbolik. Dazu kam eine Offenheit für die verschiedensten Anregungen und zugleich die Fähigkeit, sie sich anzuverwandeln. Ergebnis der Begegnung mit Italien und der klassischen Antike (sowie des Verhältnisses mit Christiane) waren die Römischen Elegien, G.s erster Gedichtzyklus; aus der Zusammenarbeit mit Schiller gingen die kritischen und polemischen Xenien hervor, gegenseitiger Anregung verdankt sich ihre fruchtbare Balladendichtung. Die Lektüre des Divan, der Liedersammlung des persischen Dichters Ha?s, verbunden mit einem Gefühl innerer Verjüngung durch eine Reise in die Landschaften seiner Jugend (1814, 1815) und neue Liebeserfahrungen, regte G. zu dem Zyklus West-östlicher Divan an, in dem sich – mit Beiträgen Marianne v. Willemers – in einer beziehungsreichen Vielfalt orientalische und westliche Bild- und Vorstellungswelten in einem souveränen Wechsel der Stil- und Sprachebenen miteinander verbinden. Bereits vorher hatte er auch seine Skepsis gegenüber dem bei den Romantikern so beliebten Sonett zurückgestellt und um 1808–09 einen Zyklus von Liebessonetten für Minna Herzlieb geschrieben. Auch seine letzten großen Gedichte, die Marienbader Trilogie der Leidenschaften, haben einen entsprechenden biographischen Anlass. Zu G.s Aufgaben in Weimar gehörte nach der Italienreise neben der Direktion des Hoftheaters auch die Aufsicht über die naturwissenschaftlichen Institute an der Universität Jena. Dies entsprach seinen tatsächlichen wissenschaftlichen Interessen, die sich in seinen eigenen Beiträgen zur Optik und zur Farbenlehre (mit ihrem unbeirrten und uneinsichtigen Kampf gegen Isaac Newton) und anderen Studien – v. a. zur Morphologie – niederschlugen. G.s Erkenntnisinteressen waren andere als die der zünftigen Naturwissenschaften; eine Wissenschaft, die von den Erscheinungen abstrahierte oder die Natur zergliederte, war nicht die seine. So sah er Farbe als ein nicht weiter ableitbares »elementares Naturphänomen für den Sinn des Auges« mit zugleich realer und symbolischer Bedeutung. Seine Vorstellungen von der Einheit des Organischen, von der Morphologie als »Lehre von der Gestalt, der Bildung und Umbildung der organischen Körper«, von der Metamorphose der P?anze oder des Tieres als einer allmählichen, kontinuierlichen Entwicklung aller Arten aus einem Urphänomen wie der Urp?anze, fanden ihren Niederschlag auch in der Dichtung (z. B. Faust II). Das Konzept, das Unruhe, Sprünge, gewaltsame Eingriffe ausschloss, hatte durchaus politische Implikationen und enthielt auch G.s Antwort auf die von ihm nie akzeptierte Französische Revolution. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart. 9783150189399 Bitte beachten Sie, dass es sich um gebrauchte Bücher handelt. Bei den Preisen haben wir den Zustand des Buches berücksichtigt.
Buchdetails ansehen...

Bestell-Nr.: 39296 - gefunden im Sachgebiet: Literatur/Belletristik
Anbieter: Theologica, DE-74582 Gerabronn

EUR 16,80
inkl. MwSt., zzgl. Versand: EUR 1,90
Lieferzeit: 3 - 8 Werktage
Preis umrechnen

In den Warenkorb

 


Wenn nicht anders angegeben, ist in den Preisen der EU-Anbieter Mehrwertsteuer enthalten.

FF-Nutzer: Kostenloses Such-Plugin für Antikbuch24 installieren
IE-Nutzer: Kostenloses Such-Plugin für Antikbuch24 installieren

Bei Linkarena speichern

Top