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Seld, Alexander Freiherr von (Dr.med.): Dokumente zu Friedmanns Kampf gegen die Tuberkulose zugleich eine Entgegnung auf das Knapp`sche Buch; Selbstverlag / Hamburg-Fu.; 1935. Auflage: EA; XXIII, 199 S.; Format: 15x21 "Mit seiner Entdeckung der "Schildkrötenbazillusarznei" im Jahre 1903 hatte der junge jüdische Arzt Ulrich Friedemann (1877 - 1949) anscheinend einen Weg gefunden, die Tuberkulose zu behandeln und zu heilen, ohne daß die Patienten sich kostspieliger Operationen oder langen Aufenthalten in Krankenhäusern oder Sanatorien unterziehen mußten. Bis Oktober 1912 waren fast 1500 Menschen erfolgreich mit dem Utilin "S"-Impfstoff, der heute von der Firma Sanum-Kehlbeck produziert wird, behandelt worden. Im Jahre 1913 nahm Dr. Friedmann eine Einladung des U.S. Senats an, über seine Entdeckung Vorträge zu halten. Ein 54 Seiten umfassendes Dokument über "Dr. Friedmannis New Tretment for Tuberculosis" wurde von dem U.S. Government Printing Office in Washington veröffentlicht. Der ehemalige amerikanische Präsident Theodore Roosevelt schrieb Dr. Friedmann am 22. April 1913 auch die folgenden Worte: "Mit den aufrichtigsten guten Wünschen für Ihren anhaltenden Erfolg in Ihrer großartigen Arbeit für die Menschheit". 1922 hatte eine Kommission der Preußischen Nationalversammlung ihre Untersuchung abgeschlossen, indem sie das Medikament als "wertvoll im Kampf gegen die Tuberkulose" bezeichnete. Kurz danach wurde Dr. Friedmann der Titel eines Professors an der Universität Berlin verliehen. 1933 begann das Hitler-Regime auf den jüdischen Arzt Druck auszuüben. Dr. Friedmann und sein Anti-Tb-Mittel wurden in der Nazi-Parteipublikation "Der Angriff" sehr kritisiert. Der Reichsärzteführer Conti, strengte einen Prozeß an, um Dr. Friedmanns Arztlizenz zu annullieren und ihm seinen Professorentitel wegzunehmen. Außerdem wurde die biologische Behandlung von den Nazi-Ärzten als direkter Wettbewerb zur Chemotherapie-Industrie angesehen. Die Leiter zahlreicher deutscher Tuberkulose-Sanatorien kritisierten die Utilin "S"-Behandlung auch scharf, da sie eine wirtschaftliche Bedrohung für ihre Kliniken darstellte. Da Geld und Prestige zugleich auf dem Spiel standen, stellten sich die orthodoxen Ärzte - von denen viele einflußreiche Positionen in politisch bedeutenden Organisationen und Beratungsausschüssen inne hatten - in einer Reihe auf, um Dr. Friedmann und seine Arbeit zu verurteilen. Unter einem solchen starken Druck floh Dr. Friedmann 1933 nach Monaco. (1936 übersiedelte er nach New York und wurde Leiter der bakteriologischen Abteilung am Jewish Hospital in Brooklyn (Voswinkel)). Einige Ärzte, die Dr. Friedmanns Medikament weiterhin anwandten, wurden streng bestraft. Zum Beispiel schrieb 1935 der Arzt Dr. Alexander von Seld ein Buch mit dem Titel "Dokumente über Friedmanns Kampf gegen die Tuberkulose" Auch er erreichte "bemerkenswerte Ergebnisse" gegen die Tb, indem er Friedmanns Arzneimittel einsetzte. Später wurde Dr. von Seld für seine Bemühungen "in Bezug auf das Friedmann-Produkt als geistig krank" vom Ärzterat in Hamburg erklärt, der ihm auch seinen Titel und seine Zulassung zur ärztlichen Tätigkeit wegnahm. Diese Gruppe versuchte auch, von Seld in ein Irrenhaus zu stecken und seine zehnköpfige Familie gewaltsam zu sterilisieren. Zusammen mit vielen anderen Forschern und praktischen Ärzten half Prof. Dr. Enderlein, die schützende und heilende Wirkung des Friedmannmittels gegenüber der Tb zu bewahren." (Jörg Rinne, Nationalsozialismus und Medizin, WWW); --- Zustand: 3+, original rote Broschur mit schwarzem Deckeltitel. Leichte Alters-, Gebrauchs- + Lagerspuren, Einband etwas angeschmutz + Lichtrandig, handschriftlicher Rückentitel, Papier gebräunt, insgesamt ordentlich
[SW: Medizin; Heilkunde; Gesundheit; Krankheit; Tuberkulose; Tb.; TBC.;]
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Bestell-Nr.: 53137 - gefunden im Sachgebiet: Medizin
Anbieter: Antiquariat German Historical Books, DE-09599 Freiberg / Sa.
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